An dem Treffen nahmen zehn Bio-Gewächshausbetreiber teil, darunter sowohl große als auch kleine Erzeuger. Zu den größeren Erzeugern zählten „Tel-Si“ EOOD, „Green to Go“, der Bio-Bauernhof „Sofina“, der Landwirt Georgi Madjarov sowie die Gastgeber von „Opora Zaden Bulgaria“. Ebenfalls anwesend war Marin Genurov, der auf bulgarischer Seite als Wissensvermittler für das Projekt fungiert. Ein Vertreter von „Gimel“ Greenhouses konnte aufgrund einer vorherigen Verpflichtung nicht teilnehmen.
Nach einem ersten Überblick über die Ziele und Anforderungen des BIOGREENET-Projekts tauschten die Teilnehmer ihre Ansichten über die zukünftige Arbeit und die Herausforderungen aus, denen sie gegenüberstehen – sowohl wirtschaftlicher als auch agrotechnischer Art. Unter den wirtschaftlichen Themen stand vor allem die Erschließung und Erweiterung des bestehenden heimischen Marktes im Mittelpunkt der Diskussion. Auch die Meldung von Mischkulturen und die von der Regierung durchgeführten Kontrollen bei Gewächshausproduzenten wurden erörtert. Darüber hinaus wurden spezifische agrartechnische Fragen in einer bestimmten Region Westbulgariens angesprochen, darunter die Bekämpfung von Blattfressern an Blattgemüse wie Salat, Spinat und Kohl. Eine Landwirtin berichtete von praktischen Erfahrungen bei der Schädlingsbekämpfung an Setzlingen und Petersilie, wie sie diese auf ihrem Betrieb anwendet.
Es war kein Zufall, dass wir für dieses Treffen den Standort von Opora Zaden gewählt haben. Das Unternehmen ist seit 1991 in Bulgarien tätig. Die meisten Gewächshausbetreiber kennen es. Es verfügt über ein Versuchsfeld und ein Gewächshaus zur Erprobung neuer Gemüsesorten – Tomaten, Gurken und Paprika. Außerdem werden dort neue Sorten von Wassermelonen und Cantaloupe-Melonen unter Feldbedingungen getestet. Im Gewächshaus werden Innovationen und Pflanzenschutztechniken umgesetzt.
Nach dem Treffen hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, das Versuchsfeld und das Gewächshaus zu besichtigen. Im Gewächshaus ist eine Wasserfalle mit LED-Beleuchtung installiert und in Betrieb, die zur Bekämpfung von Nachtfaltern und dem Tomatenminiermotten (Tuta absoluta) dient. Dieses vom Unternehmen entwickelte System wird auch in anderen Gewächshäusern mit sehr guten Ergebnissen eingesetzt. Zudem wurde das ONDO-System zur automatisierten Bewässerung mit Präzisionsdüngung und Klimaregelung im Gewächshaus sowie auf Freilandflächen vorgeführt.
Kontakt
- Stoilko Apostolov, BIOSELENA
- Nikolay Tihov



