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BIOGREENET – Aktueller Stand: Netzwerke, Wissensübersichten und Praxisbewertung laufen derzeit

Seit seinem Start im Oktober 2025 hat BIOGREENET Fortschritte beim Aufbau von Netzwerken, bei der Auswertung des vorhandenen Wissens und bei der Entwicklung von Instrumenten zur Unterstützung des ökologischen Gewächshausanbaus in ganz Europa erzielt.

Projektpartner bei einem Besuch in einem Gewächshaus in Deutschland (Foto: Naturland).

Eine zentrale Priorität war der Aufbau von Netzwerken mit mehreren Akteuren, an denen Landwirte, Berater und Forscher beteiligt sind. Im Rahmen der Partnerschaft wurde eine Bestandsaufnahme der Interessengruppen durchgeführt, und es fanden erste Maßnahmen zur Sensibilisierung für das Projekt statt. In mehreren Ländern werden Netzwerke für Bio-Gewächshausproduzenten (OGP) aufgebaut, wobei bereits Aktivitäten laufen, um Interessengruppen einzubinden und zukünftige Austauschformate vorzubereiten. Es werden digitale Plattformen und Präsenzveranstaltungen entwickelt, um den Wissensaustausch auf nationaler und europäischer Ebene zu fördern.

Gleichzeitig schreitet das Projekt bei der Erfassung und Analyse des vorhandenen Wissens voran. Es werden umfassende Übersichtsarbeiten zur wissenschaftlichen und technischen Literatur über den ökologischen Gewächshausanbau durchgeführt, die Themen wie Pflanzenbau, Wasserverbrauch, Biodiversität und Digitalisierung abdecken, wobei ein starker Fokus auf der praktischen Relevanz für Landwirte liegt. Darüber hinaus werden wirtschaftliche Aspekte untersucht, darunter die Kosten und der Nutzen ökologischer Gewächshaussysteme sowie die Wahrnehmung der Landwirte, die durch partizipative Ansätze erfasst wird.

Um einen einheitlichen Ansatz zu gewährleisten, wurde ein gemeinsamer Rahmen für die Klassifizierung und Bewertung landwirtschaftlicher Praktiken erstellt und im gesamten Konsortium eingeführt. Auf dieser Grundlage werden die Praktiken derzeit überprüft und für eine weitere technische Bewertung kategorisiert. Parallel dazu erstellen mehrere Partner die ersten Zusammenfassungen der Praktiken, wobei der Prozess auf Projektebene koordiniert wird, um Qualität und Konsistenz sicherzustellen.

Auch die Kommunikations- und Verbreitungsaktivitäten gewinnen an Dynamik. Es wurde eine gemeinsame Strategie entwickelt und erste Werbematerialien erstellt, neben Praxiszusammenfassungen und Multimedia-Inhalten wie Videos. Gleichzeitig wurden wichtige Projektergebnisse, darunter ethische Leitlinien, ein Open-Science-Plan und ein Datenmanagementplan, fertiggestellt, die eine wichtige Grundlage für die Umsetzung des Projekts bilden.

Auf dieser Grundlage bereitet sich BIOGREENET nun auf die nächste Phase vor, deren Schwerpunkt auf der Auswertung des gesammelten Wissens im Rahmen von Workshops mit verschiedenen Akteuren liegt. Die Praktiken werden anhand ökologischer, wirtschaftlicher, technischer und sozialer Kriterien priorisiert; anschließend werden gezielte Informationsmaterialien für Bio-Gewächshauslandwirte entwickelt.

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Kontakt

Simone Matter, FiBL

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