(Fürstenfeldbruck, 5. Dezember 2025) Der Gewächshausanbau ist mit einer Anbaufläche von rund 175.000 Hektar ein wichtiger Bestandteil der EU-Landwirtschaft. Trotz seiner Bedeutung steht der ökologische Gewächshausanbau vor Herausforderungen wie der Erhaltung der Bodengesundheit, der Schädlingsbekämpfung und hohen Infrastrukturkosten. Das Wissen ist oft fragmentiert und unkoordiniert, was die Einführung innovativer Verfahren einschränkt.
BIOGREENET – Förderung von Innovationen in ökologischen Gewächshäusern durch stärkere Netzwerke – verfolgt einen praxisorientierten, transdisziplinären Ansatz, um bewährte Verfahren in der ökologischen Gewächshausproduktion in Europa und darüber hinaus zu sammeln, zu bewerten, anzupassen und weiterzugeben. Das Projekt stärkt den Wissensaustausch zwischen Landwirten, Beratern, Forschern und politischen Entscheidungsträgern und nutzt digitale Werkzeuge sowie kooperative Maßnahmen, um eine breite Wirkung zu gewährleisten.
Das Projekt läuft von 2025 bis 2029, umfasst 16 europäische Partner und wird von Naturland koordiniert, dem größten internationalen Verband für Bio-Landwirte mit Sitz in Deutschland. Am 4. und 5. Dezember 2025 trafen sich die Projektpartner in Fürstenfeldbruck zum Projektstart, um das von „Horizon Europe“ finanzierte Projekt auf den Weg zu bringen.
Austausch bewährter Verfahren im ökologischen Gewächshausanbau
Lokale Projektpartner und Praktiker werden das gesammelte Wissen hinsichtlich seiner technischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Vorteile und Kosten bewerten. Die relevantesten Praktiken werden anschließend zu praktischen Materialien weiterentwickelt.
Über 3.000 Erzeuger und Berater werden über digitale Plattformen und Workshops einbezogen, um die Einführung bewährter Verfahren im ökologischen Gewächshausanbau zu fördern.
Diese breite Einbindung soll die Einführung ökologischer Praktiken beschleunigen und die nachhaltige Gewächshausproduktion innerhalb und außerhalb der Europäischen Union stärken.
Das Projekt wird von der Europäischen Union und dem Schweizer Sekretariat für Bildung, Forschung und Innovation finanziert.
