An der Feldversuchsbesichtigung bei Viaverda in Belgien nahmen rund dreißig Erzeuger, Unternehmensvertreter, politische Entscheidungsträger und Forscher teil. Der Nachmittag begann mit Vorträgen zu aktuellen Themen, gefolgt von einer Führung durch die Gewächshäuser und Folientunnel.
Experten aus der Wirtschaft berichten von ihren Erfahrungen
Fleur Bruinen von Little Spider erläuterte, wie Spinnen als natürliche biologische Schädlingsbekämpfer eingesetzt werden können. Peter Kerkhof von LEDsProtect demonstrierte, wie UV-Lichtfallen die effiziente Erkennung und Überwachung von Schädlingen unterstützen. Annelies Christiaens von Viaverda beleuchtete anschließend das Potenzial von LED-Klebefallen und automatischen Schädlingserkennungstechnologien, um die standortspezifische Schädlingserkennung schneller und genauer zu gestalten.
Kurt De Rodder von Koppert gab anschließend einen Überblick über neue Produkte und Innovationen und vermittelte dabei insbesondere Einblicke in die Bekämpfung von Wanzen. Marleen Delanoy von der Agentur für Landwirtschaft und Fischerei beleuchtete aktuelle gesetzliche Entwicklungen, darunter Aktualisierungen des digitalen Pflanzenschutzregisters und den aktuellen Stand der Kupferverwendung im ökologischen Landbau.
Interne Experten kommen zu Wort
Als Vertreter von Viaverda erläuterte An Van de Walle einen integrierten Ansatz zur Bekämpfung des Gurkenmosaikvirus und diskutierte Strategien zur Stärkung der Gurkenpflanzen gegen Mehltau. Elise Vandewoestijne von Viaverda ergänzte das Programm mit einem Überblick über verschiedene Abwasserreinigungstechniken, die darauf abzielen, die Umweltbelastung zu verringern.
Besichtigung der Gewächshäuser und Tunneln
Im Anschluss an den theoretischen Teil fand eine Führung durch die Gewächshäuser und Tunnel statt. Elien Van den Bossche von Viaverda betonte die Bedeutung starker Netzwerke für die Förderung von Innovationen in der Branche und ging dabei auf die Ökologisierung der Betriebsmittel im Gewächshausgartenbau ein, wobei der Schwerpunkt auf alternativen Düngungsmethoden und dem Einsatz von Biostimulanzien beim Anbau von Tomaten bzw. Sellerie lag. Auch das Potenzial multifunktionaler Begleitpflanzen im ökologischen Gewächshausgemüseanbau wurde erörtert.
Jeroen Van Mullem von Viaverda stellte die Ergebnisse seiner Forschung zum innovativen Anbau von Ingwer vor, wobei er sich vor allem auf die Sortenauswahl und die Unkrautbekämpfung konzentrierte. An Van de Walle von Viaverda stellte anschließend die Ergebnisse ihrer Forschung zur Sortenauswahl und Unkrautbekämpfung im ökologischen Paprikaanbau vor.
Anschließend begaben sich die Besucher zu den Tunneln, wo An Van de Walle erläuterte, wie man Nützlinge im ökologischen Tunnelanbau anlockt. Sie ging zudem näher auf die Herausforderungen bei der Überwachung von schädlichen und nützlichen Wanzen ein.
Abschluss mit Zeit für Austausch und Networking
Der Besuch der Feldversuche endete mit einer Networking-Veranstaltung mit Snacks und Getränken. In entspannter Atmosphäre diskutierten die Teilnehmer die behandelten Themen weiter und tauschten Erfahrungen und Wissen mit anderen Erzeugern, Forschern und weiteren Fachleuten aus, die sich auf innovativen geschützten Gemüseanbau spezialisiert haben.
Kontakt
Elien Van den Bossche, Viaverda









